Der Tanzsport ist
weitaus mehr als eine Sportart. Er verbindet wie kaum eine andere
Sparte „Kunst“ mit „Bewegung“. Tanzen ist eine
sportlich-kreativ-künstlerische Betätigung, die sowohl von den
Lehrern, wie auch von den Schülern eine Menge abverlangt – wenn man
es „richtig“ machen möchte.
Das Arbeiten mit dem Tanzsport ist daher mehr, als das Unterrichten
von Schritten. Es hat immer auch etwas mit der Vermittlung von
„Kultur“ zu tun. Angefangen von einer gewissen Etikette im
Gesellschaftstanz bis hin zu der Herausforderung, schauspielerische
Ausdruckskraft und künstlerische Eleganz in sportliche Bewegungen
zu integrieren. Hierzu benötigen die Lehrkräfte weitreichende
Kenntnisse in Methodik und Didaktik sowie wichtige
Motivationstechniken.
Die Vermarktung von Tanzsport nimmt eine besondere Stellung ein und
ist eine anspruchsvolle Aufgabe. In unserer Kultur ist Tanzen nicht
gerade das, womit die Menschen selbstverständlich aufwachsen. Es
ist mit vielen Vorurteilen belegt und eine Menge Menschen bekommen
ab der Pubertät beklemmende Gefühle, wenn sie an „Tanz“ und/oder
„Bühne“ denken.
In Bereichen wie Video-Clip Dancing, Streetdance oder anderen
Tanzrichtungen der Jugendkultur wird das ganze Thema noch einmal
komplexer. Denn hier bekommt man es mit einer äußerst
anspruchsvollen Kundschaft zu tun, die – alterstypisch – recht
empfindlich ist. Die angesagten Stile der Jugendlichen ändern sich
ständig und die Musikkultur, als primäres Identifikationsmerkmal
der Jugend, ist extrem heterogen.
Leider wird ausgerechnet dieser Unternehmensbereich von vielen
Inhabern sträflich vernachlässigt. Statt in das eigene Know How
oder in die Fortbildung des Personals zu investieren, werden Laien
kurzerhand zu „Trainern“ erklärt. Oft unterrichten dann Jugendliche
die Jugendlichen, ohne auch nur die blasseste Ahnung davon zu
haben, wie man unterrichtet. Andere Tanzlehrer haben überhaupt kein
Bewusstsein dafür, dass dieses Gebiet ständige Fortbildung braucht,
um für die Kundschaft attraktiv zu bleiben.
Wer sich auf das Abenteuer „Arbeit mit Jugendlichen“ einlässt,
steigt in einen Trendzug, der sich mit Überschall durch die Zeit
bewegt. Die Jugendlichen informieren sich gekonnter und schneller
in den neuen Medien über aktuelle Tanzstile, als der Trainer gucken
kann. Als Trainer ist man darauf angewiesen, ständig am Ball zu
bleiben, um die eigene Kundschaft zu verstehen. Gleichzeitig muss
man unbedingt vermeiden, als „Berufsjugendlicher“ aufzutreten, da
dieses Verhalten nicht authentisch ist und auf die Zielgruppe nur
noch „peinlich“ wirkt.
Wer diese Aufgabe ernst nimmt, muss entweder als berufstätiger
Erwachsener mit sehr wenig Schlaf auskommen oder aber einen
Zulieferer für Unterrichtsinhalte in der Rückhand haben, auf dessen
ganzheitlichen Ansatz er sich verlassen kann. Genau hier setzt der
Buster Groove Dance Club an.